Die Schweizer Plattformökonomie unter der Lupe

Accarda und IfM Salesmonitor

Uni St. Gallen in Kollaboration mit Accarda untersucht den schweizerischen Plattformmarkt

Plattformen haben einen massgeblichen Einfluss auf den Kundenzugang in der Schweiz

St. Gallen, 02. November 2018 – Das Institut für Marketing hat im Rahmen des „Digital Marketing & Sales Channel Monitor“ eine Vergleichsstudie zum Stand der digitalen Platt-formen in der Schweiz durchgeführt. Die Ergebnisse verdeutlichen, welchen Einfluss internationale Plattformen wie Airbnb und Zalando auf den Kundenzugang in der Schweiz haben. Jedoch offenbart die Studie auch, dass sich Schweizer Plattformen durchaus erfolgreich gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen können.

Die Studie untersucht 67 in der Schweiz tätige Plattformen und identifiziert die Strukturen und Trends, welche diesen wachsenden Markt formen.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

Unternehmen, in deren Branche sich noch keine Plattform etabliert hat, sollten sich frühzeitig im Klaren darüber sein, dass die klassische «Make or Buy»-Frage nur noch sehr mittelfristig zugunsten dem eigenen Aufbau einer Plattform ausfallen wird. Die Daten weisen darauf hin, dass sobald eine Plattform in einem Markt etabliert ist, für viele Anbieter nur noch die Buy-Alternative eine echte Option sein kann.

17% der analysierten Marktplätze sind von Start Ups initiiert worden. Auffällig ist aber, dass mehr als 46% von bestehenden Unternehmen in ihrer eigenen Branche etabliert und finanziert werden. Es besteht also Hoffnung für die sogenannten „Incumbants“.

Für Unternehmen, die sich den Aufbau einer eigenen Plattform zutrauen, ist es es-sentiell, einen „Sweet Spot“ identifiziert zu haben. „Sweet Spots“ sind Ansatzpunkte in einer bestehenden Industrie durch ein überlegenes Kundenverständnis oder eine neue branchenübergreifende Perspektive einen einzigartigen und relevanten Kundennutzen zu entwickeln.

Über 51% der untersuchten Plattformen haben stringente Regeln und Kontrolle über Ihre Lieferanten. Sobald Partnerschaften mit solchen Plattformen eingegangen wer-den, laufen Lieferanten die Gefahr, die Nähe zu ihren Kunden zu verlieren.

Die schweizerische Plattformökonomie wird im Wesentlichen von vier unterschiedlichen Clustern bestimmt. Diese wurden hauptsächlich durch die technologischen Neuerungen in ihrem jeweiligen Gründungsjahr geprägt.

Die Unterlagen zur Studie, die in Kooperation mit der Accarda Unternehmensgruppe durchgeführt wurde, können online heruntergeladen werden (hier klicken). Die Studie zu der schweizerischen Plattformökonomie ist nach Untersuchungen zu Themen wie Block-chain im Marketing und dem Onlineauftritt von Schweizer Detailhändlern bereits die fünfte Ausgabe des „Digital Marketing & Sales Channel Monitors“ der Universität St.Gallen. Auch darüber hinaus forscht und lehrt das Institut für Marketing seit langem intensiv um Einsatz und zur Integration digitaler Marketing- und Verkaufs­kanäle. Mit regelmässigen Publikati-onen, Studytrips, Praxisprojekten und Weiterbildungsangeboten möchten die Forscher die digitale Transformation nicht nur wissenschaftlich dokumentieren, sondern aktiv unterstützen.

 

Institut für Marketing an der Universität St. Gallen

Seit seiner Gründung im Jahr 1967 prägt das Institut für Marketing an der Universität St.Gallen die Forschung aber auch Beratung und Weiterbildung in Marketing und Vertrieb. Die Forschung des Instituts zielt auf die Analyse und Lösung aktueller sowie relevanter Marketingherausforderungen und findet stets in engem Austausch mit Unternehmenspartnern statt. Wichtiges Standbein des Instituts ist auch die Executive Education mit einem brei-ten Angebot an Weiterbildungsangeboten in Marketing-, Kommunikations- und Verkaufsmanagement.

 

Accarda

Accarda ist Spezialist für Bezahllösungen und Kundenbindung im Handel und in der Schweiz führend im Bereich Kundenkarten mit Zahlfunktionen. Neben Kundenkarten bietet Accarda Kauf auf Rechnung, Geschenkkarten und Bonusprogramme. Diese Kompetenzen werden ergänzt durch Know-how im Kundenbeziehungsmanagement und kundenspezifisch zu nachhaltigen Umsatzsteigerungslösungen gebündelt.

 

Kontakt für Rückfragen und Bildmaterial:

Institut für Marketing an der Universität St. Gallen,
Tel. +41 (0)71 224 71 20, Fax +41 (0)71 224 71 51, E-Mail: martin.schumacher@unisg.ch

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